01.11.2015

Mehr Frauen in die Führung

Spannende Veranstaltung des Netzwerks "Die Augenchirurginnen" 

Frauen haben sich mittlerweile in vielen ehemaligen Männerdomänen durchgesetzt und besetzten Führungsrollen mit wachsender Selbstständigkeit. Doch dieser Trend ist noch nicht in allen Branchen zu beobachten: Besonders in der Ophtalmochirurgie sind Frauen noch immer unterrepräsentiert. 

Gründe hierfür sind die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf, geschlechterspezifische Vorurteile und eine Dominanz männlich geprägter Strukturen. Oftmals liegt es auch am fehlenden Mentoring und der Abwesenheit ermutigender Vorbilder.

Um aufstrebende Ophtalmochirurginnen zu unterstützten, organisiert das von Bausch + Lomb geförderte Netzwerk "Die Augenchirurginnen" eine Diskussionsveranstaltung im Rahmen des DOG-Kongresses in Leipzig. Gastreferentin Prof. Dr. med. Gabriele Kaczmarczyk, Vizepräsidentin des deutschen Ärztinnenbundes und Gastprofessorin an der Charité in Berlin forderte: "Es müssen mehr Frauen in die Führung!" Nur etwa 10 Prozent der Augenärzte in Führungspositionen an deutschen Kliniken sind weiblich. 

Dr. med. Vanessa Conin-Ohnsorge, erste Vorsitzende des Netzwerks "Healthcare Frauen" riet den Teilnehmerinnen: "Suchen Sie sich das richtige Netzwerk, denken Sie strategisch, geben und nehmen Sie, arbeiten Sie hart und nehmen Sie sich Zeit zum Netzwerken. Bleiben Sie dabei aber Frau, bleiben Sie charmant." Die Veranstaltung hat erneut gezeigt, wie wichtig es ist, Frauen Mut zu machen und sie auf Ihren Karrierewegen zu begleiten. 

Praktische Hilfestellung gab es im November. Am Berliner Standort fand ein Phako Power-Wetlab für Mitglieder des Netzwerks statt, bei dem erfahrene Chirurginnen ihren aufstrebenden Kolleginnen mit Rat und Tat zur Seite standen.